+++ Body-Cams in Krankenhäusern: Kein Gewaltschutz, sondern reine Symptombekämpfung +++
„Gewalt gegen Klinikpersonal“ ist eine Schlagzeile, die in den letzten Jahren immer häufiger zu lesen war. Zahlenmäßig lässt sich dies einfach erklären: Die Zahl der Gewalttaten in Krankenhäusern in NRW ist zwischen 2017 und 2024 um mehr als 34 Prozent gestiegen. 2023 war mit 1705 Delikten das bislang gewalttätigste Jahr.
In einigen Krankenhäusern hat sich die Sicherheitslage derart verschärft, dass die Anwesenheit von Sicherheitspersonal erforderlich ist. Ein Novum ist zudem, dass einzelne Mitarbeiter in den Dortmunder Klinikzentren Mitte und Nord sowie in der Kinderklinik und Kinderchirurgie seit rund vier Wochen mit Body-Cams ausgestattet sind.
Die Bilanz der Mitarbeiter sei nach den ersten Wochen der Testphase positiv, da die Kameras „deeskalierend“ wirkten. Passender wäre der Begriff „abschreckend“. Wer weiß, dass er gefilmt wird, schreckt vor Straftaten (eher) zurück.
Die Kosten für sämtliche Sicherheitsmaßnahmen schmerzen den ohnehin klammen Krankenhäusern auch finanziell. Somit sind die Maßnahmen nur als teure Symptombekämpfung zu werten, die nichts an den Ursachen – der Aggressivität und Respektlosigkeit einiger Patienten – ändert. Beispiele aus anderen öffentlichen Lebensbereichen zeigen, dass die Brutalisierung häufig eng mit der Migration verknüpft ist. Bahnhöfe, Schwimmbäder oder Schulen – es würde kaum verwundern, wenn die Gewalt in deutschen Krankenhäusern ähnliche Ursachen hat. Tätergruppen werden aber wie immer nicht offen benannt, obwohl dies am meisten Aufschluss geben würde.
Vor zwanzig oder dreißig Jahren noch kaum vorstellbar, werden Body-Cams von nun an wohl neben Stethoskop und Verbandsmaterial zum Standardrepertoire des Klinikpersonals gehören. Trauriges Dortmund.
Ihre
AfD-Ratsfraktion