+++ Ausbau von RS-1 und Veloroute – Hunderte Stellplätze in Gefahr +++

Dortmund soll langfristig – entgegen dem Mehrheitsinteresse der Dortmunder – Fahrradstadt werden. Sinnbildlich dafür steht der fortschreitende Ausbau des Radschnellwegs Ruhr RS1. In der vergangenen Ratssitzung beschloss der Rat gegen die Stimmen der AfD-Fraktion, dass die Sonnenstraße im Abschnitt Arneckestraße bis Chemnitzer Straße zur Fahrradstraße werden soll.

AfD-Ratsherr Walter Wagner nahm dazu Stellung:

„Bis heute sind immerhin auf der gesamten Strecke acht Kilometer gebaut worden. Wir reden in Zeiten schwerer Haushaltslage davon, etwa 6,6 Millionen mit den aktivierten Eigenleistungen für 800 Meter Radweg auszugeben. Pro Meter sind dies 8250 Euro, während ein Meter Autobahn derzeit auf gerader Strecke rund 6000 Euro kostet. Viel schlimmer ist aber, dass dieser Beschluss allein 176 Parkplätze kosten wird. In einem Viertel, dass jetzt schon einen hohen Parkdruck hat. Dazu kommt ein weiteres Projekt, das in der Pipeline ist, nämlich der Umbau der Saarlandstraße, wo dann 80 bis 90 Prozent der Parkplätze wegfallen.“

Ferner wurde die Umsetzung der Teilstücke 1a und 1b im Zuge der Veloroute 1 beschlossen. Dazu äußerte sich AfD-Ratsherr Bernd Hempfling:

„Die Umsetzung der Veloroute 1 in der bisher geplanten Form bedeutet für alle betroffenen Anwohner die Einführung von Einbahnstraßen, Diagonalsperren in Kreuzungsbereichen, willkürliche und einseitige Blockaden von Verkehrsteilnehmern, Fahrradanlehnen und Absperrbügel, um das bisherige Parken zu verhindern und den massenhafte Wegfall von Parkplätzen in einem dicht besiedelten Wohnquartier, wo ohnehin schon ein hoher Parkdruck herrscht.

Nein, dieser Veloroute stimmen wir nicht zu. In die sehr dicht besiedelte und bebaute Nordstadt gehört überhaupt keine Veloroute. Möge man sie doch außenherum führen und nicht die Einwohner unseres Stadtteils drangsalieren.“