+++ AfD-Chef das Handy geraubt, Körperverletzung, Nötigung +++

Vom Ablauf eines Unterstützungsbesuchs für Vitesco-Mitarbeiter in Dorstfeld

Gestern gegen 10.30 Uhr am Dorstfelder Werkstor von Vitesco, einem Maschinenbauunternehmen des Automobilzulieferers Schaeffler. Rund 100 Mitarbeiter veranstalteten unter Führung der IG Metall einen Warnstreik. Gerade hatte die Belegschaft erfahren, dass das Werk, das Tank-Füllstandsmesser herstellt, geschlossen wird. 430 Beschäftigte sollen ihren Arbeitsplatz verlieren. Europaweit werden es voraussichtlich rund 3400 sein. 

Angesichts der Bedeutung des Werkes, das seit Jahrzehnten in Dortmund existiert und das viele noch unter dem Namen „VDO“ kannten, war es selbstverständlich, dass sich natürlich auch die AfD-Fraktion ein Bild von der Lage machen wollte. Vor Ort angekommen, waren schon einige für mich bekannte Gesichter vor Ort. Darunter auch Oberbürgermeister Kalouti (CDU) und der SPD-Landtagsabgeordnete Volkan Baran. 

Natürlich blieb mein Eintreffen bei einigen extrem linken Scharfmachern der IG Metall nicht unbemerkt, und ein IG Metall-Schreihals brüllte ins Mikrofon, es sei ein „Gewerkschaftsfeind“ aufgetaucht, der sofort das Gelände verlassen sollte. Der Mann hatte natürlich kein Hausrecht und so fotografierte und filmte ich natürlich weiter. Plötzlich wurde ich von hinten angegriffen. Ein Unbekannter versetzte mir einen heftigen Stoß, raubte mein Handy und machte sich Richtung Werksgelände mit seiner Beute davon. Ich verfolgte ihn ein Stück, bis er dann mein Handy auf mehrere Container warf. Gegenüber der Polizei identifizierten ich und weitere Zeugen den Angreifer später als Jan Tacke, seines Zeichens „Gewerkschaftssekretär“. 

Der gesamte Vorgang wurde natürlich von zahlreichen Gewerkschaftern bzw. Unternehmensmitarbeitern verfolgt, zahlreiche Streikteilnehmer verurteilten öffentlich den undemokratischen und kriminellen Umgang mit dem AfD-Fraktionsvorsitzenden. Was den SPD-Mann Baran, der im Landtag seit Jahren als leistungslos gilt, nicht daran hinderte „alles Nazis“ zu rufen. Ja, so ist er, der linke Baran, der sich im Wahlkreis 112 bei den Landtagswahlen wieder daran macht, erneut für den Landtag zu kandidieren. Daraus wird aber diesmal nichts mehr, Volkan! Barans Unverschämtheit löste wiederum Proteste bei rund 10 umstehenden Gewerkschaftern aus. Einer riet ihm, doch „einfach mal die Klappe zu halten“. Später kamen dann mehrere Gewerkschafter auf mich zu und ließen mich wissen, „dass nicht alle hier so linksextreme Gewerkschafter sind und sicherlich 70 Prozent der Schaeffler-Mitarbeiter der AfD nahestehen.“ 

Am Ende erstattete ich natürlich gegen den enthemmten Tacke-Sekretär Strafanzeige wegen Raubes, Sachbeschädigung, Körperverletzung und natürlich wegen einer politischen Straftat. Inzwischen ermittelt hier auch die Staatsschutzabteilung der Dortmunder Polizei. 

Und was wurde nun aus meinem Handy? Mein Dank gilt hier einer der Polizistinnen, die am Ende auf den Container auf dem Firmengelände kletterte und mir mein Eigentum wieder aushändigte. Dafür war sich Meister Tacke wohl zu schade.

Und wie gerierten sich die Ruhr Nachrichten vor Ort? Schreiberling Dennis Pesch wanzte sich vor Ort mehrfach an mich ran, bis ich ihm riet, er möge sich doch endlich schleichen. Sein Bericht später im Netz war ein beeindruckendes Dokument dafür, warum immer mehr Bürger nur noch von „Lügenpresse“ reden. So hieß es in der Bildunterzeile: „AfD-Chef sorgt bei Vitesco-Streik in Dortmund für Eklat“. Der Eklat war also offenbar für die RN keineswegs der Angriff auf mich. Vielmehr soll ich für „den Eklat“ gesorgt haben. Dann stellte der Reporter auch noch fest, dass „die Kundgebung aus dem Takt geriet“, weil ich „durch die Reihen der Streikenden nach vorn lief“ und die Dinge dann wie geschildert ihren Lauf nahmen.

Ulrike Hölter, Chefin der IG Metall Ruhrgebiet, meinte dann noch in den RN, ich müsste mich als AfD-Fraktionsvorsitzender ja gar nicht um die geplante Werksschließung kümmern. Und dann landete sie in den RN den Hit des Tages: „Um die Interessen der Beschäftigten kümmern sich die IG Metall und der Betriebsrat“. 

Ich dagegen sage hier klar und deutlich: Hätte die IG Metall und die mit ihr verbündete SPD damals rechtzeitig das „Verbrenner-Aus“ in Berlin und auf EU-Ebene verhindert, hätte am Dienstag niemand an der Arminiusstraße in Dorstfeld vor dem Tor stehen müssen. Doch sie haben die Klappe gehalten, auf ihre Pöstchen geschaut und zu dem heutigen Desaster bei Schaeffer beigetragen. IG Metall und SPD – und natürlich auch die Merz-CDU – sind also hier die Totengräber der Arbeitsplätze bei Schaeffler. 

Heiner Garbe, Vorsitzender der AfD-Fraktion im Rat der Stadt