+++ Bürokratie zerstört Tradition – In Lichtendorf geht St. Martin zu Fuß +++
Wenn es in Dortmund eine Kennzahl gibt, die seit Jahren kontinuierlich und verlässlich wächst, dann ist es die Anzahl der städtischen Mitarbeiter. 2026 beschäftigte die Stadt fast 12.500 Personen, der Großteil davon vollzeitverrechnet, wie dem Personal-und Organisationsbericht zu entnehmen ist. 2022 waren es noch fast 1.500 Stellen weniger. Dortmunds Verwaltungsapparat wächst also stärker als seine Bevölkerung.
Mit diesem Anwachsen des Bürokratieapparates geht jedoch kein effizienteres Arbeiten der Behörden einher. Stattdessen wirken neue Vorschriften immer wieder destruktiv, wie ein aktuelles Beispiel exemplarisch zeigt.
Traditionell führte der Martinsumzug der Kirchengemeinde St. Bonifatius in Dortmund-Lichtendorf immer ein Pferd mit sich, was besonders die Kinder erfreute. Bis 2024. Dann bereitete die Dortmunder Bürokratie dieser Tradition ein jähes Ende. Der Grund: Verschärfte Vorschriften und Bedenken bezüglich der Sicherheit des Pferdes aufgrund möglicher Unfälle. Angesichts der Flut an Sicherheitsnachweisen, die dazu erbracht werden mussten, gab die Organisatorin des Umzuges auf und verzichtete auf das Mitführen eines Pferdes.
Besonders bizarr dabei ist, dass es in den vergangenen 50 Jahren keinen einzigen Unfall mit Pferden bei Martinsumzügen gab. Anlasslos fiel hier eine langjährige Tradition dem bürokratischen Eifer im Dortmunder Rathaus zum Opfer.
Nicht die Dortmunder Bürger und Ehrenamtler sollten mit verschärften Auflagen konfrontiert werden, sondern der aufgeblähte und teure Verwaltungsapparat. Seine Effizienz gehört auf den Prüfstand, es braucht ein Gesundschrumpfen im Rathaus.
Ihre
AfD-Ratsfraktion