+++ Im Stich gelassen: Mittelständische Betriebe finden kaum noch Flächen +++

Oberbürgermeister Alexander Kalouti (CDU) versprach nach den Dürrejahren unter Thomas Westphal (SPD), dass seine Amtsführung Entlastung bringen würde. Entlastung vor allem für Unternehmen, damit diese sich wieder in vermehrter Zahl ansiedeln.

Nach bald einem Jahr Amtszeit muss dies misstrauisch beäugt werden. Dortmunder Betriebe oder solche, die es werden wollen, haben große Schwierigkeiten bei der Flächensuche. Insbesondere mittlere Unternehmen mit kleineren Beschäftigtenzahlen finden nur noch durch glückliche Zufälle Flächen für ihre Geschäftstätigkeit. Einige Betriebe mussten deshalb den Wirtschaftsstandort Dortmund ganz oder teilweise verlassen, etwa die Kaffee-Rösterei „KaffeeLoft“ oder der traditionsreiche „Citybäcker“. 

Schon 2024 gab die städtische Eignungsuntersuchung dem Rat bekannt, dass es im Freiraum kaum noch restriktionsarme Flächen für die Ansiedlung von Betrieben gibt. Seitdem hat sich wenig verbessert. Die betroffenen Unternehmen beklagen zudem die einseitige Bevorzugung größerer Unternehmen bei der Fläche, wobei kleinere oder mittlere Unternehmen außen vor blieben. Ein Betroffener beklagt die „mangelnde Umsetzungsfähigkeit der Parteien“. 

Als Partei, in der viele mittlere Unternehmer selbst Mitglied sind, teilt die AfD die Kritik der Betroffenen. Das Angebot an Gewerbeflächen muss durch die zügige Ausweisung neuer Flächen und die konsequente Aktivierung brachliegender Gewerbegrundstücke erweitert werden.

Was jedoch nicht verschwiegen werden darf: Dortmunds Bevölkerung steigt seit Jahren trotz niedriger Geburtenraten an, was hauptsächlich auf den hohen Zuzug aus dem Aus-und Umland zurückzuführen ist. Wohnraum werden knapper, sodass es immer mehr Abwägungsentscheidungen zwischen Wohn-und Gewerbeflächen geben wird. 

Ohne eine Wende in der Zuzugsfrage wird somit auch die Flächensuche für KMUs nicht einfacher.

Ihre 

AfD-Ratsfraktion